ratioaktiv

Suche

Kalender

« September 2010
S M D M D F S
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30    

Neueste Kommentare

david (Klimaschutz als L…): @Erbsli: Warm oder warum? Und wenn warum, dann waru…
Prinzessin auf de… (Klimaschutz als L…): Da wird es einem ja ganz warum ums Herz.
liza (Klimaschutz als L…): Der Beitrag könnte von mir sein …
david (Gegendarstellung): aufdatum: so schlecht ist das ding nun doch wieder …
beschwerde (20 Minuten von to…): Gut, 20 Minuten hat eine junge Leserschaft. Was ist…
david (20 Minuten von to…): hm. wer bist du? immer diese prinzessinnen. auf den…
Princess (20 Minuten von to…): wat?! du gibst ihn einfach weg? tust ihn verstossen…
david (20 Minuten von to…): dem gehts gut, und bald noch besser, der kriegt näm…
lianne (20 Minuten von to…): tja, da gibt es nicht’s beizufügen… nur etwas and…
chm (Gegendarstellung): finde ich ja super, dass du in der suchmaske oben r…

Neueste Verweise:

Zeugs

Powered by Pivot - 1.40.2: 'Dreadwind'
XML-Feed (RSS 1.0)
XML: Atom Feed
Keine Zielgruppe

+ 0 - 2 | § Nervige Dinge des Alltags (1)

Dies ist die erste Folge einer Serie: Kleine, aber unfeine Dinge des Alltags, die einem das Leben versauern.

Teil 1: Werbung im Briefkasten.

[weiter]

+ 0 - 2 | § Gefrorene Scheisse auf dem Fenstersims

Tja. Da lag sie und sagte nichts, die gefrorene Scheisse auf dem Fenstersims. Eigentlich war es gar nicht die Scheisse, über die ich mich zuerst aufregte, sondern über einen Blumentopf, der die Erdanziehungskraft unwiderstehlich fand. Doch der Reihe nach.

Mein Kater Fridolin, seines Zeichens Nervensäge, pflegt die wenige Zeit, die er in meiner Wohnung verbringt, lautstark zu miauen, eigentlich ohne Unterbruch, wenn man mal von Fressen und Schlafen absieht. Einen speziellen Grund dafür konnte ich bisher nicht erkennen. Ihm ists einfach langweilig, und so fordert er, dass ich gefälligst mit ihm spiele. Heute abend hatte ich aber zufällig noch was Geschäftliches am Compi zu erledigen und echt keine Zeit. Fridolin maulte. Zwischendurch mal etwas leiser, da ich ihn auf den Fenstersims ausgesperrt hatte. Das schien ihn etwas zu verwirren, er schmiss den Blumentopf runter. Natürlich war es auch er, der ebenfalls etwas Geschäftliches erledigte.

Als ich ihn trotz allem wieder hereinliess, verstummte er. Offenbar hatte er doch ein Bedürfnis gehabt, das ich nicht einfach hätte ignorieren sollen. Ich kam mir blöd und sogar schuldig vor. Doch schon eine Minute später war wieder das gewohnte Gezeter zu vernehmen. Ich arbeitete weiter.

Stutzig wurde ich, als ich hinter mir ein scharrendes Geräusch vernahm. Fridolin buddelte auf dem blanken Parkett. Was soll denn das? Es roch merkwürdig. Hast du schon wieder gekackt? Fragte ich ihn, doch er blickte mich nur schüchtern an. Ich suchte lange nach einem entsprechenden Häufchen, vor allem da, wo es besonders nach Natur roch, und schliesslich entdeckte ich eine im Licht der Glühbirne kaum wahrnehmbare, aber doch recht grosse Pfütze auf dem Boden.

Eine grössere Putzorgie war angesagt. Bei solchen Übungen kommt mir jeweils in den Sinn, dass man sich per Exkrement mit dem Fuchsbandwurm anstecken kann, und der Fuchsbandwurm ist für den Menschen mehr als nur ein lästiger Parasit. Die Finnen wandern ins Hirn, und dann stirbt man.

Da sich Frido auch kastriert jeweils nur so alle drei Tage mal blicken liess, heftete ich ihm ein Etikett an, wo draufsteht, dass er nicht in fremde Wohnungen darf. Seither ist er abends immer zur Stelle. Das könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass bei uns momentan die Kanalisation aufgerissen wird und es darum auch in anderen Wohnungen tagsüber nicht besonders heimelig sein dürfte. Und wie immer weiss ich jetzt nicht, wie es weiter gehen soll. Das Katzenklo steht natürlich wieder in der Wohnung, solche Erlebnisse führen unweigerlich zu Sofortmassnahmen. Und Fridolin ist ruhig und schläft. Wahrscheinlich bis nächsten Morgen um fünf.

Frido, Frido, deine Welt ist das Tierheim ...

+ 0 - 2 | § Bloggen mit letzter Kraft

Immer, wenns langweilig ist, und man Zeit hätte zu bloggen, gibts nichts zu erzählen. Und immer wenn das nicht der Fall ist, hat man keine Zeit. Im Moment ist aber weniger die Zeit das Problem, sondern, es tönt etwas lächerlich, die Kraft. Volle 90 Minuten Eishockey spielen, und das mit nur einem Auswechselspieler, das ist einfach jenseits. Kommt noch dazu, dass man selber weder ein ehemaliger Nati-B-Spieler ist (wie offenbar zum Teil unsere Gegner), noch 20 Jahre jung noch sonst irgendwelche Vorzüge in Sachen Hockey hätte – ich bin ein recht schlechter Spieler, der in einer Plauschmannschaft grad so mithalten kann. Mit Gegnern, die wirklich Schlittschuhlaufen können, Schritt zu halten, kostet mich unglaublich viel Energie. Und dann kommt noch dazu, dass dies erst das zweite Spiel war nach einer mehrjährigen Pause, ohne Training, ohne nix. Eigentlich wäre es gescheiter gewesen, ich wäre nach dem Spiel direkt ins Büro, dann wär ich jetzt schon dort und müsste mich morgen früh nicht erst zur Arbeit schleppen.
Profis haben übrigens so 10-20 Minuten Eiszeit pro Spiel. Ihre Einsätze dauern normalerweise etwa eine Minute, manchmal auch weniger lang.

Ach ja, das Resultat: 12:1 für die andern. Drittelsergebnisse: 0:0, 3:0, 9:1.

+ 0 - 2 | § Die Geheimnisse von Männertreffen

Heieiei, sind wir cool, das ist die versteckte Botschaft dieses Eintrags. Die nicht versteckte folgt jetzt: Seit vielen Jahren treffe ich mich theoretisch einmal die Woche (praktisch vielleicht alle drei Wochen) mit anderen Männern, um in einem atombombensicheren Bunker dubiose Dinge zu treiben.
Falls es mal jemanden interessieren sollte, was denn da läuft, Monn, oder falls es Frauen gibt oder irgendwann geben sollte, die glauben, sie hätten ein Recht zu erfahren, was denn da läuft, ODER?!, kann ich jetzt endlich mal was vorweisen. Diesmal im OGG-Format, das sollten mittlerweile auch Frauen schaffen (höu, hoa, höu, das war jetzt lustig! bin ich heute gut! har! har! haar!), ansonsten suche frau in Google mal nach VLC und lade das entsprechende Teil herunter, das gehört sowieso auf jeden PC.

Also, hier die Aufzeichnungen aus dem Untergrund

Zugegeben, so was machen wir nur selten. Die meiste Zeit lungern wir rum, saufen Bier, rülpsen und furzen vor uns hin und machen das, was Herren der Schöpfung normalerweise machen, nämlich Herrenwitze. Nur hab ich dann meist kein Mikrofon dabei.

Übrigens war es tami (Adverb) schwierig, die Aufnahme heute Abend vom Minidisc auf den PC zu spielen. Mir fehlte ein 3,5mm-Verbindungskabel, und das ganze musste via Stereoanlage geschlauft werden, dazu musste ich zuerst die halbe Wohnung umstellen, und das klappte dann auch nur, wenn man als Line-In «Phono» verwendete, sonst war es viel zu leise. Bei Phono dagegen haute es mir zuerst vor lauter Rückkopplung und Übersteuerung gleich das Trommelfell in die Alpen, es war also echt kein Dingsdaschlecken. Wenn ich schon mal im frauenfeindlichen Tonfall bin, kann ich auch gleich noch erwähnen, dass es nichts mit sogenannter technischer Begabung zu tun hat, wenn man es dann doch noch hinkriegt, sondern mann braucht einfach einen sturen Gring und probiert und probiert, bis es klappt. Das tun Frauen nie. Wieso auch, man kann ja einen Mann fragen, der «technisch begabt» ist. Sprich, der selber versucht, herauszufinden, wie der Scheiss geht.
Der Trost für uns Männer: Wir lernen etwas dabei, die Frauen nicht.

Das Stück wo Sie oben dem sein Ausschnitt gelost haben, Das angefietscherte Stück ging etwa eine Viertelstunde. Ich hab nun etwa eine Stunde Material, das meiste davon zwar eher schrottig, aber so kann ich mein Projekt «Eigenbräu-CD» endlich vollenden. Ist ein bisschen billig, aber sonst wird das nie fertig.

+ 0 - 2 | § Kauf oder stirb

Mit dem Mobiltelefon fotografieren, filmen, im Internet surfen, ganze Spielfilme anschauen, Musik hören, Games spielen, Termine eintragen, die Lautstärke in Dezibel messen, Flaschen entkorken und sich selbst befriedigen, das ist alles ein alter Hut. Neu kann man mit dem Handy tatsächlich auch telefonieren, und zwar übers Internet! VoIP nennt sich das ganze. Auf der Website jajah.com gibt man seine Handynummer und die des Empfängers ein, und schon wird eine Telefonverbindung aufgebaut! Wahnsinn! Und das kostet nicht einmal wahnsinnig viel mehr als gewöhnliches Telefonieren.

Aber im Ernesto, wenn jedes Gerät alles kann, besonders die mobilen, dann bedeutet das, dass jeder immer und überall alles kann. Ich frage ernsthaft: was ist der Sinn davon? Was bringt das? Man weiss doch, dass dies die Lebensqualität gar nicht steigert, im Gegenteil. Einmal abgesehen davon, dass es sinnlos ist, zehn Geräte zu haben, die alle das gleiche können und die man ständig synchronisieren muss, macht es unser Leben lebenswert, dass wir uns auf bestimmte Dinge freuen können. Auf etwas freuen kann man sich aber nur, wenn man es nicht sofort kriegt. Wir sind diesbezüglich ja eh schon ziemlich mies dran. Wir könnten jeden Tag Schokolade und Kuchen essen, um nur ein Beispiel zu nennen. Ostern, respektive das was in unserer Gesellschaft davon übrig geblieben ist, nämlich das Schoggifressen, beginnt ungefähr mitte Februar, genauer am 15. 2., einen Tag nach dem Valentinstag und endet irgendwann im April.

Sich ab und zu was kaufen, was man nicht braucht, sich aber schon lange gewünscht hat, das ist was anderes und völlig okay. Ich hab gerade heute meinen iPod gekriegt und mein Leben ist im Moment ein Ponyhof. Aber dass man uns ständig neuen, «innovativen» Müll aufschwatzt, einfach, weil unser Wirtschaftssystem eine unendliche Konsumsteigerung voraussetzt, find ich einfach scheisse. Die meisten «revolutionären» Produkte braucht kein Mensch, wenn sie eingeführt werden, und nur sehr wenige wollen sie. Kein Mensch braucht Digitalfernsehen, kein Mensch braucht einen PC mit Vierkernprozessor. Werbung funktioniert nur noch bei Leuten unter 20, und auch dort nur in Kombination mit Gruppendruck. Also muss man perfidere Methoden erfinden, damit Güter einen Absatz finden, deren Zweck ausschliesslich darin besteht, gekauft zu werden. Beispielsweise gibts diese neuen Handys einfach geschenkt oder stark reduziert. Mit der Zeit haben dann die Leute das Gefühl, so ein neues Telefon pro Jahr gehöre einfach dazu, ähnlich wie ein Service bei einem Auto. Bei analogem Fernsehen werden einfach Sender rausgekippt, bis auf Null. Der PC läuft irgendwann nicht mehr mit aktueller Software, so dass man einen neuen kaufen muss. Treffend hats mal ein c't-Journalist auf den Punkt gebracht, der sinngemäss meinte, es komme nicht sooo drauf an, ob der PC nun mit vier GHz oder mit nur einem darauf warte, dass ich einen Buchstaben tippe. An meinem letzten Wohnort wurde auf dem Dach der Poststelle, die dann dicht machte, eine Hammer-UMTS-Antenne installiert. Denn UMTS hat gefälligst die neue, zukunftsweisende, oberdringend benötigte Technologie zu sein, ob das nun einer will oder nicht. Ich persönlich hätte lieber eine funktionierende Poststelle gehabt als eine Mobilfunk-Verstrahlung, und zahlreiche Petitionen und Einsprachen zeigten, dass viele andere Anwohner das ähnlich sahen. Aber tatsächliche Bedürfnisse interessieren niemanden, man kann ja künstliche schaffen, wie man das schon seit Jahrzehnten tut.

Fast sind wir schon da, wo uns Aldous Huxley in Brave New World gesehen hat: Man arbeitet lediglich noch, um nicht säuerlich zu werden, und konsumiert nur noch, um das BIP aufrecht zu erhalten. Zwar würden die wenigsten so leben wollen, wenn man sie direkt fragen würde, denn dabei geht ja der Sinn des Lebens vollkommen flöten. Bloss, wer fragt nach dem Sinn, solange er alles hat, was er will - und noch viel mehr.

+ 0 - 2 | § PET

Liebe Kinder

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon gefragt, wieso eigentlich die PET-Flaschen PET-Flaschen heissen. Das kommt vom Englischen "pet", was soviel heisst wie Haustier. Eine PET-Flasche ist also eine Haustier-Flasche. Man kann sie mit Sand füllen und damit seinen suizidgefährdeten Hamster von seinem Leiden erlösen, oder, was weitaus sinnvoller ist, die Flasche mit warmem Wasser füllen und damit seinem Haustier auch dann warm geben, wenn man selber nicht daselbst anschmiegsam ist. Ich lege heute Abend meiner Katze, die ich im kalten Keller einsperre (hievon später mehr), eine PET-Flasche ins Körbchen und eine Bettdecke drüber. Die PET-Flasche wird dann zur Bettflasche. Übrigens sollte das Wasser nur warm, nicht aber heiss sein, sonst schmilzt die 1,5-Liter-Flasche auf einen Liter zusammen. Das habe ich selbst ausprobiert.

Tja, liebe Kinder, jetzt wollt Ihr natürlich wissen, wieso ich meine Katze im Keller einsperre. Nun, meine Katze residiert ohnehin vorweigend im Untergeschoss, weil dort hat es ein Katzentürchen, dort kann sie selber rein und raus, dort ist auch ihr Katzenklo und der Fressnapf. Meine Wohnung dient ihr nur als Wellness-Center. Und heute abend muss ich sie einsperren, weil sie morgen zum Tierarzt darf. Wenn ich sie jetzt nach draussen lassen würde, dann wäre sie morgen irgendwo, aber nicht bei mir. Das treulose Pack. Zum Glück wird der Herr (es ist ein Kater) morgen seiner Manneskraft beraubt, dann hat es sich ausgevögelt, liebe Kinder, dann hat es ein Ende mit dieser gottlosen Herumhurerei, dann kann sich dieser Schürzenjäger, Herumtreiber, dieser langhaarige Sauhund höchstens noch ins Knie ficken. Und nun schlaft mal schön miteinander.