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+ 2 - 0 | § Foto-Workshop

Es gibt hier jetzt eine neue Rubrik namens «Fototipps». Der erste Fototipp behandelt das Thema
«Rote Augen entfernen bei Albino-Labormäusen». Viel Spass!

+ 0 - 2 | § Weiter gehts

... mit Musik, dieses Mal mit meiner Begleitband "Roland Digital Piano FP5". Absolute Profis sind das, sag ich Euch. Spielen zwei Stunden ohne zu murren das gleiche Riff und erst noch hochpräzis, ohne Schwankungen und Fehler.

+ 0 - 2 | § Small talk, big drink


Man kennt sie und liebt sie: die Partys von Freunden oder Bekannten oder von Kollegen von Freunden von Bekannten. Da steht man so herum und weiss nicht so recht, was tun. Man möchte weder mit hässlichen Frauen reden noch sich angeregt mit Versicherungsangestellten über SAP/R3™ unterhalten, oder wenn die Frauen gar nicht hässlich sind, dünkt einen dann «Hallo, wie gehts» doch etwas zu wenig originell, und etwas anderes, das salonfähig wäre, will einem partout nicht in den Sinn kommen.
Also hängt man sich mal an die Flasche. Small talk, big drink, so wie die Finnen, die ja spinnen. Da wird man ja vielleicht entspannter und dann ergibt sich alles von selbst. Doch es ergibt sich so lange nichts von selbst, bis man sich von selbst übergibt. Wenigstens bei den Finnen. Wir Schweizer sind da gemässigter, wir erbrechen erst am anderen Tag. Man ist nach gutschweizerischem Kompromiss dann nur so ein bisschen besoffen und alle anderen auch, aber so toll, wie das jetzt tönt, ist es meist nicht. In der Regel nützt es dann auch nichts mehr, dass man nun plötzlich sehr viel mehr redet, weil eh alle so hinüber sind, dass da gar nichts Gescheites mehr zustande kommen kann, und das Peinliche ist, dass es den anderen nicht mal mehr peinlich ist oder man sich das jedenfalls einredet.
Schon während man auf dem Fahrrad nach Hause schweoinkt (Fahrradfahrer sind ja immer gedopt, da will man nicht hintanstehen), dämmert es und es dämmert einem, dass das eventuell nicht so der Hammer war, ja sogar dass das eigentlich alles Kacke ist das, sone Scheisse, das war ja gar nicht das was man wollte und so kanns nicht weiter gehen und hey auf was kommts denn wirklich an und überhaupt ich liebe ja eigentlich alle aber dir haue ich jetzt mal exemplarisch die Rübe ein. So ungefähr denkt man, wenn man das noch denken nennen kann. Ich freue mich schon aufs nächste Mal.

+ 0 - 2 | § Unwichtiges von mir, Unsägliches von denen dort

Ich weiss, dass ich schon längst mal wieder bloggen sollte, aber seit ich hier auf meiner eigenen Seite ganz für mich allein blogge, ist der Eindruck, Selbstgespräche zu führen noch stärker, und vor allem fehlt mir hier das imaginäre Zielpublikum. Dann schreib ich halt einfach irgendwem oder gar niemandem, dass ich heute meinen Eltern geholfen habe, einen 220 x 120 antiken Holzschrank in den oberen Stock zu hieven, über den Wintergarten und den Balkon zum Fenster rein, weils durchs Treppenhaus nicht passte, und obwohl das echt eine halsbrecherische Aktion war - die Leiter kippte zuerst einfach mal um, und beim zweiten Versuch knickte sie ein, als ich gerade den Schrank auf dem Gesicht trug, obwohl das also recht spektakulär war, komme ich mir nun doch recht blöd vor, so was hier reinzuschreiben, wo doch Krieg ist.

Was soll man schon zum Krieg sagen? Unnötig. Beirut platt machen wegen einem einzigen entführten Soldaten, der höchstwahrscheinlich ja nicht in Beirut ist, Brücken sprengen, die gesamte Infrastruktur eines Landes zerstören, das auf bestem Weg in eine moderne Demokratie war, was solll der Scheiss? An die israelische Regierung sende ich bei dieser Gelegenheit ein herzliches "Fuck you!" Böse seid ihr, aber in erster Linie einfach saudumm. Schweinisch dumm. Diejenigen, die diese Greueltaten mit Kinderaugen miterleben, werden es tief in ihre Erinnerung einbrennen und euch ihr ganzes Leben lang hassen. Es wird nie Frieden geben im Nahen Osten, solange ihr mit solch übertriebenen Vergeltungsaktionen den Hass aller Nachbarn auf euch zieht. Wobei Vergeltungsaktion wohl der Euphemismus des Jahres ist - wer einen Krieg vom Zaun reisst wegen zwei entführter Soldaten, der sucht ganz offensichtlich nach einem Vorwand für Waffengewalt.

Das tiefere Problem: Es scheint einfach auf beiden Seiten - bei Israel ebenso wie bei den arabischen Nachbarn - eine Minderheit von Leuten zu geben, die ums Verrecken keinen Frieden wollen, und für diese Minderheit ist es so einfach, bei der Mehrheit den Hass zu schüren. Man braucht nichts weiter zu tun als eine Kleinfamilie beim Sonntagsausflug in die Luft zu sprengen. Oder ein palästinensisches Dort komplett in Schutt und Asche zu legen, weil sich darin angeblich ein Terroristenführer aufhielt. Und immer müssen die leiden, die nichts dafür können - so lange, bis sie auch zur Gewalt greifen.